Nr. 10/2002
24. Oktober 2002
In dieser Ausgabe u.a.
- Staatssekretär Peter-Jürgen Schneider zu Besuch beim
Verband der Bauindustrie für Niedersachsen
- Verband der Bauindustrie für Niedersachsen stellt Jahrbuch
2002 vor
- Der aktuelle Kommentar: Ein Blick nach Süden
- Ifo-Konjunkturtest: September 2002
Niedersächsische Bauindustrie ehrt jahrgangsbeste Auszubildende
(brb).- Im Rahmen einer Feierstunde im Ausbildungszentrum Mellendorf hat der Verband der Bauindustrie für Niedersachsen die jahrgangsbesten Auszubildenden des Ausbildungsjahres 2001/2002 geehrt. In den Ausbildungsberufen Maurer, Straßenbauer, Industriekaufmann/-frau, Bürokaufmann/-frau, Betonbauer und Bauzeichner wurden Auszubildende ausgezeichnet, die ihre Berufsausbildung mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen hatten.
Staatssekretär Peter-Jürgen Schneider, Leiter der Niedersächsischen Staatskanzlei, betonte anlässlich der Feierstunde in einem Grußwort die Bedeutung der niedersächsischen Bauwirtschaft für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Er machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die bauwirtschaftliche Stufenausbildung mit ihren überbetrieblichen Ausbildungsteilen vorbildlich sei. Schneider unterstrich des Weiteren die Bereitschaft der Niedersächsischen Landesregierung, für faire Wettbewerbsbedingungen am Bau zu sorgen.
Der Vorsitzende der Berufsförderungswerke der Niedersächsischen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Manfred Knischewski, hob in seiner Begrüßungsansprache die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe des Bauhauptgewerbes hervor. Er betonte, dass es in den Bauberufen hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten gibt und qualifiziertes Fachpersonal trotz der strukturellen und konjunkturellen Probleme des Wirtschaftszweiges Bau in vielen Betrieben händeringend gesucht werde. Knischewski unterstrich dabei den Stellenwert der dualen Berufsausbildung und die Bedeutung der überbetrieblichen Ausbildung in den Ausbildungszentren der niedersächsischen Bauindustrie.
Seit Mitte der 60er Jahre betreibt die Niedersächsische Bauindustrie durch den gemeinnützigen Verein zur Berufsförderung der Bauindustrie in Niedersachsen Ausbildungszentren, in denen die überbetriebliche Ausbildung durchgeführt wird. Allein in den vergangenen zehn Jahren haben sich in den Bildungseinrichtungen der Niedersächsischen Bauindustrie gut 20.000 Lehrgangsteilnehmer beruflich qualifizieren können, davon etwa 5.000 Auszubildende in der überbetrieblichen Ausbildung.
Rechtsanwalt Andreas Biedermann, Geschäftsführer im Verband der Bauindustrie
für Niedersachsen, wies in seinem Schlusswort darauf hin, dass aus Sicht
der Niedersächsischen Bauindustrie die Rahmenbedingungen der Ausbildung
im Bauhauptgewerbe in Niedersachsen verbessert werden müssten. Die Öffnung
des Berufsgrundbildungsjahres Bautechnik für Splitterberufe sei nicht ausreichend.
Die Bauberufe würden deutlich an Attraktivität gewinnen, wenn die
jungen Leute endlich eine echte Wahlfreiheit hätten und direkt nach der
Schule zur Ausbildung in den Baubetrieb gehen könnten.
Umsatzsteuerstatistik 2000
(brb).- Die Umsatzsteuerstatistik enthält neben den Angaben zur Höhe des Umsatzes im Bauhauptgewerbe und der Anzahl der Unternehmen des Bauhauptgewerbes auch Informationen zu Umsatzgrößenklassen und Rechtsformen. Im Jahr 2000 haben 101.472 Unternehmen des Bauhauptgewerbes Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben, das sind 0,7 Prozent weniger als 1999. Die umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 16.617 Euro meldeten 121,5 Mrd. Euro Umsätze (Lieferungen und Leistungen), 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr.
Allerdings weichen die Höhe des Umsatzes und die Anzahl der Unternehmen von den Primärstatistiken des Statistischen Bundesamtes, wie monatliche Bauberichterstattung, Totalerhebung und Investitionserhebung, ab. Dies ist auf unterschiedliche Erhebungszeitpunkte, Schätzverfahren und besonders auf die Zuordnung der Unternehmen zur Wirtschaftszweigsystematik zurückzuführen.
80,7 Prozent der Unternehmen im Bauhauptgewerbe erwirtschafteten 2000 bis zu 1 Mio. Euro Umsatz. Auf diese Größenklasse entfiel aber nur 17,8 Prozent des gesamten Umsatzes. Nur 0,4 Prozent der Unternehmen erreichten einen Jahresumsatz von über 25 Mio. Euro. Insgesamt erzielten diese Großunternehmen aber 31,7 Prozent des gesamten Umsatzes.
Über 50 Prozent der Bauunternehmen sind Einzelunternehmer. Diese erwirtschafteten
2000 16 Prozent des gesamten Umsatzes. Fast 30 Prozent der Bauunternehmen haben
sich für die Rechtsform GmbH entschieden. Auf diese entfallen fast 35 Prozent
des Umsatzes. 6 Prozent sind Kommanditgesellschaften, die aber 25 Prozent des
Umsatzes erwirtschafteten. Die AG und KGaA machen 0,1 Prozent der Unternehmen
aus, mit einem Anteil am Umsatz von 11 Prozent.
Strukturwandel in der Bauwirtschaft erfordert funktionsfähigen
Ordnungsrahmen
(brb).- Unter dem Titel "Strukturwandel" hat der Verband der Bauindustrie für Niedersachsen sein Jahrbuch 2002 vorgestellt, das den am Baugeschehen Beteiligten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung als Themenbuch nicht nur die derzeitige Situation der Bauwirtschaft, sondern auch Perspektiven zukünftiger Entwicklungen aufzeigen soll.
In der einleitenden Positionsbestimmung weist die Niedersächsische Bauindustrie darauf hin, dass die Bauwirtschaft als Wirtschaftszweig von nach wie vor außerordentlicher volkswirtschaftlicher Bedeutung auch im Jahr 2002 im Schatten einer konjunkturellen Dauerkrise steht. Neben dem Rückgang im Wohnungs- und im Wirtschaftsbau habe es vor allem im öffentlichen Hoch- und Tiefbau deutliche Einbrüche gegeben. Insbesondere die Kommunen hätten ihre Investitionsbudgets wegen sinkender Steuereinnahmen und gekürzter Investitionszuschüsse weiter eingeschränkt. Einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik zum kommunalen Investitionsbedarf für den Zeitraum bis 2009 zufolge müsste aber allein das kommunale Investitionsniveau um 40 bis 50 Prozent über den heutigen Stand steigen, um dem aktuellen Investitionsbedarf von 686 Milliarden Euro nachzukommen.
Wenn der Staat nicht in der Lage sei, öffentliche Investitionen auf den Weg zu bringen, dann müssten andere Wege gefunden werden, damit Deutschland im internationalen Standortwettbewerb den Anschluss nicht verliere. Einen erheblichen Beitrag hierzu könne das Instrument der privaten Finanzierung leisten. Zur Vorteilhaftigkeit privatwirtschaftlicher Modelle gehöre die frühere Realisierung von Infrastrukturprojekten, als dies bei der Inanspruchnahme öffentlicher Haushaltsmittel möglich wäre. Hierdurch würden sich nicht nur die Bedingungen des jeweiligen Wirtschaftsstandortes verbessern, vielmehr seien auch positive Beschäftigungswirkungen zu erwarten, die zu Steuermehreinnahmen des Staates und zu einer verbesserten Haushaltslage der Sozialversicherungsträger führten. Des Weiteren führten das Know-how und die Marktübersicht von Privatunternehmen, aber auch die bei privatwirtschaftlichen Lösungen mögliche Zusammenfassung der Teilbereiche Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb in der Regel zu erheblichen Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Nicht zuletzt würden durch Investitionen auf privatwirtschaftlicher Basis zusätzliche private Investitionen angestoßen.
Des Weiteren betont die Niedersächsische Bauindustrie, dass sich die Wettbewerbssituation auf dem deutschen und damit auch auf dem niedersächsischen Baumarkt seit Beginn der 90er Jahre drastisch verändert habe. Gekennzeichnet sei die Entwicklung vor allem durch einen vermehrten Einsatz von Subunternehmen, und zwar häufig von nicht-deutschen Betrieben. Vor allem im Hinblick auf die bevorstehende EU-Osterweiterung müssten kurzfristig Regelungen geschaffen werden, um dem aus den Lohnkostenvorteilen ausländischer Subunternehmer resultierenden Verdrängungswettbewerb entgegen zu treten. Man könne sich in Deutschland keinen ungeordneten Baumarkt mehr leisten, wenn der deutsche Bau-, vor allem auch der deutsche Bauarbeitsmarkt Zukunft haben sollten.
Der Verband sieht u. a. in der Allgemeinverbindlicherklärung der einschlägigen Lohn- und Tarifverträge im Baubereich und die damit verbundene Herausnahme des Lohnfaktors aus dem Wettbewerb sowie in der Einführung eines nationalen Qualifizierungssystems Möglichkeiten zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen auf dem deutschen Baumarkt. Andere Staaten Europas hätten diesen Weg bereits vor Jahren beschritten und sollten deshalb richtungsweisend sein. Darüber hinaus gelte es, bereits bestehende wirksame Regelungen effektiv anzuwenden. So sei die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) mit ihren Regelungen Garant für einen fairen Wettbewerb und ein äußerst wirkungsvolles Instrument zur Bekämpfung von Korruption und wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen.
Nach Ansicht der Niedersächsischen Bauindustrie wird es in den nächsten
Jahren zu weiteren Strukturveränderungen kommen. Angesichts des Verlaufs
der Baukonjunktur und des Strukturwandels seien die Unternehmen auf einen klaren
und funktionsfähigen staatlichen Ordnungsrahmen angewiesen. Wenn die notwendigen
Reformen mutig angegangen würden und der unausweichliche Strukturwandel
aktiv begleitet würde, könnten sich Bauinvestitionen in Deutschland
für potenzielle Investoren wieder lohnen. Von diesen Investitionen würden
dann alle Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft profitieren; auch die Bauwirtschaft,
die sich in den letzten Jahren von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt
habe.
Der aktuelle Kommentar
Ein Blick nach Süden
(brb).- Über Sinn und Unsinn des ach so beliebten Ranking lässt sich abendfüllend streiten. Diejenigen, die gut davonkommen, sind bei einer vergleichenden Umfrage vermutlich voll des Lobes über die Aussagekraft der Untersuchung. Die anderen hingegen, denen nur die hinteren Plätze geblieben sind, dürften auf die methodische Fragwürdigkeit verweisen und das Ergebnis sauertöpfisch als unerheblich abtun.
Mit dem Ranking ist es wie mit dem Image: Es schafft eine Hörensagen-Wirklichkeit, aus der als gleichsam sich selbst bestätigende Voraussage harte Realität werden kann. Schon deshalb ist jedes Resultat ausgesprochen ernst zu nehmen, sind die Einzelteile der Befragung genau zu betrachten und muss umgehend geprüft werden, was zu unternehmen ist. Dabei ist es gleichgültig, ob die Veranstalter eines Ranking lediglich ihren Bekanntheitsgrad bei Entscheidungsträgern erhöhen oder ihnen tatsächlich Fakten liefern wollen.
Seit die jüngste derartige Untersuchung auf dem Tisch liegt, müssen im Wirtschaftsministerium eigentlich wieder die Alarmglocken schrillen. Denn eine Consulting-Firma und eine Zeitschrift, welche die Chefs kleiner und mittlerer Unternehmen nach der Attraktivität von Wirtschaftsstandorten befragten, haben Niedersachsen in ihrem Ländervergleich den Platz 11 zuerkannt. Das ist bedrohlich nahe an den Abstiegsrängen. Bei den "weichen" Standortfaktoren liegt Niedersachsen auf Platz 8, seine Infrastruktur reicht nur noch für Platz 10, seine Produktionsbedingungen genügen ebenso wie die Landesverwaltung lediglich für Platz 13. Das ist in jener Tabellenregion, in der die neuen Bundesländer zu finden sind oder Bremen und Saarland. Aber es ist weit, weit hinter Bayern und Baden-Württemberg, die anscheinend die Spitzenplätze abonniert haben.
Warum nur nimmt sich Niedersachsen diese beiden Länder nicht als Vorbild?
Startet nicht eine Imagekampagne nach der anderen, um endlich richtig beurteilt
zu werden. Fördert nicht mit jedem verfügbaren Euro zukunftsfähige
Unternehmen, investiert nicht auf "Teufel komm raus" in die Infrastruktur,
in den Straßenbau und nutzt vor allem nicht viel intensiver die Chance,
dass derzeit die in Berlin und die in Hannover Regierenden das gleiche Parteibuch
haben? In München, auch in Stuttgart ließe sich erfragen, wie man
das macht.
Die Bauwirtschaft in Westdeutschland im September 2002
(brb).- Im September hat sich nach den Ergebnissen des ifo Konjunkturtests das Geschäftsklima im westdeutschen Bauhauptgewerbe deutlich verschlechtert. Vor allem ihre Geschäftslage haben die Unternehmen noch ungünstiger beurteilt. Mit 57 Prozent (saison- und witterungsbedingt) war der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten erneut geringer als vor Jahresfrist (59 Prozent). Auch der Anteil der Firmen, die mit einem Rückgang der Bautätigkeit in den nächsten Monaten rechnen, ist gewachsen. Die Reichweite der Auftragsbestände hat sich im Durchschnitt der Bausparten verkürzt; sie war mit 2,2 Monaten /(saison- und witterungsbereinigt) auch kleiner als in der vergleichbaren Zeit des Vorjahres (2,4 Monate). Demzufolge fiel die Beurteilung der Auftragssituation durch die Testteilnehmer kritischer aus als im August: Per Saldo bezeichneten rund 70 Prozent der befragten Firmen ihre Auftragsbestände als zu gering. Nach den Firmenmeldungen zu schließen, hat der Druck auf die Preise erneut nachgelassen. Für die nächsten Monate werden weiter sinkende Preise erwartet. Per Saldo planten 44 Prozent der Unternehmen, die Zahl der Mitarbeiter in den kommenden Monaten zu verringern; im September 2001 betrug der entsprechende Saldo 33 Prozent.
Eine Sonderfrage hat ergeben, dass den Unternehmen in den letzten sechs Monaten insbesondere folgende Probleme zu schaffen gemacht haben: 73 Prozent der Testteilnehmer berichteten über Verletzungen der VOB-Bestimmungen; 67 Prozent über säumige Zahlungsweise der Auftraggeber, 62 Prozent beklagten die Zuschlagserteilung auf das billigste und nicht auf das wirtschaftlich annehmbarste Angebot.
Im Hochbau hat sich das Geschäftsklima spürbar verschlechtert. Die Geschäftslage wurde ungünstiger beurteilt als jemals in den vergangenen fünf Jahren. Besonders negativ fielen die Urteile im Wohnungsbau sowie - etwas schwächer - im öffentlichen Hochbau aus: Im Saldo bezeichneten 84 Prozent der befragten Wohnungsbauunternehmen ihre aktuelle Lage als schlecht. Auch die Geschäftserwartungen ließen zunehmenden Pessimismus erkennen. Bei leicht rückläufiger Bautätigkeit verringerte sich der Ausladungsgrad der Gerätekapazitäten auf 54 Prozent. Die Reichweite der Auftragsbestände verkürzte sich im Wohnungsbau von 2,1 auf 1,8 Monate, im öffentlichen Hochbau von 2,4 auf 2,1 Monate. Im gewerblichen Hochbau blieben die Auftragsreserven unverändert bei 2,5 Monaten. Im Durchschnitt der Hochbausparten sanken die Auftragbestände von 2,3 auf 2,1 Monate und erreichten damit einen Fünf-Jahres-Tiefpunkt von Februar 1998. Per Saldo bezeichneten über 70 Prozent der Unternehmen ihre Auftragssituation als unbefriedigend. Die Firmenmeldungen deuten darauf hin, dass die Preise im Berichtsmonat nicht weiter zurückgenommen werden mussten.
Im Tiefbau hat sich das Geschäftsklima abgekühlt. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich negativer als im Vormonat; die Geschäftserwartungen, die sich im August noch sichtlich eingetrübt hatten, gaben kaum weiter nach. Bei verstärkter Bautätigkeit erreichte der Auslastungsgrad des Maschinenparks knapp 59 Prozent und lag damit einen Prozentpunkt unter Vorjahresniveau. Die Reichweite der Auftragsbestände verkürzte sich im Straßenbau von 2,5 auf 2,2 Monate, hielt aber im sonstigen Tiefbau das Niveau von 2,5 Monaten. Im Durchschnitt der Tiefbausparten betrugen die Auftragsreserven 2,3 Monate; im September des vorigen Jahres reichten sie noch einen halben Monat weiter. Der Anteil der Unternehmen, die ihren Auftragsbestand als zu klein betrachteten, kletterte von 60 auf 64 Prozent. Nach den Angaben der Testteilnehmer nahm der Preisdruck im Berichtsmonat zu. Für die kommenden Monate gingen die Unternehmen von nahezu stabilen Preisen aus.
Im Fertigteilhochbau blieb das Geschäftsklima unterkühlt. Die aktuelle
Geschäftslage wurde ähnlich schlecht wie im Vormonat beurteilt, die
Perspektiven für das nächste halbe Jahr zeugten jedoch von vorsichtigem
Optimismus. Bei schwacher Bauproduktion verringerte sich der Ausnutzungsgrad
der Gerätekapazitäten von 72 auf 71 Prozent. Vor einem Jahr waren
die Maschinen in gleicher Höhe ausgelastet. Die Reichweite der Auftragsbestände
blieb unverändert; sie war mit 3,2 Monaten geringer als im September 2001
(3,4 Monate). Die Firmenmeldungen lassen erkennen, dass die Preise im Berichtsmonat
nur geringfügig angehoben werden konnten. Nach Ansicht der Testteilnehmer
dürfte es in den nächsten Monaten hingegen wieder etwas größere
Spielräume für Preissteigerungen geben.
Landschaftsverbrauch von 16,4 Hektar pro Tag
(brb).- Der Landschaftsverbrauch in Niedersachsen für Siedlungs- und Verkehrszwecke ist zwischen 1997 und 2001 um 23.981 Hektar gewachsen. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik entspricht das einem Verbrauch von 16,4 Hektar oder 164 000 Quadratmetern oder etwa 26 Fußballfeldern pro Tag. Gegenüber dem Zeitraum 1993 bis 1997 ist das keine Veränderung, vor 1993 aber waren es "nur" 12 Hektar täglich. Insgesamt geht es um einen Anteil der Gesamtfläche Niedersachsens von 12,6 Prozent (602 230 Hektar), der seit 1989 (11,3 Prozent) kontinuierlich gestiegen ist.
Mehr als die Hälfte (53 Prozent) nehmen dabei Gebäude- und Freiflächen ein - Wohngebäude, Flächen für Industrie, Handel und Gewerbe. 38,7 Prozent sind Verkehrsflächen, 6,2 Prozent entfallen auf Grünanlagen, Sport- und Campingplätze. Das Landesamt bewertet letzteres zwar als erfreulichen Flächengewinn unter dem Erholungsaspekt. Dennoch seien diese Flächen für eine Erhaltung und Förderung naturnaher Landschaften verloren. Die Statistiker haben weiterhin ermittelt, dass nur noch 61,4 Prozent der niedersächsischen Oberfläche Landwirtschaftsflächen sind gegenüber 63,3 Prozent in 1989 und 62 Prozent in 1997. 2001 umfasste diese Fläche 2,92 Millionen Hektar und hat sich seit 1997 um 27 996 Hektar verringert. Das Grünland sei in dieser Zeit um 28 036 Hektar auf 1,08 Millionen Hektar geschrumpft: das Ackerland nahm im selben Zeitraum nur noch um 3086 Hektar auf 1,7 Millionen Hektar zu.
Offenkundig gehe die Umwidmung von Grünlandflächen in Ackerland zurück
und gehe der landwirtschaftlichen Nutzung zunehmend verloren, heißt es.
Verlangsamt habe sich allerdings der Rückgang von Heide und Moor von 9.3
Prozent zwischen 1989 bis 1993 auf 1,3 Prozent in den vergangenen vier Jahren.
Zuwachsraten gegenüber 1997 verzeichnen die Waldflächen mit einem
Plus von 4 757 Hektar auf 1,003 Millionen Hektar sowie die Wasserflächen
(+ 3 186 Hektar auf 107 276 Hektar).
Bauausgaben der Gebietskörperschaften im 1. Halbjahr 2002
(brb).- Bund, Länder und Kommunen gaben im 1. Halbjahr 2002 10,37 Mrd. Euro für Baumaßnahmen aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von nominal 4,6 Prozent. Den stärksten Einbruch verzeichnen die ostdeutschen Länder mit - 18,7 Prozent.
Für den Straßenbau gaben alle Gebietskörperschaften 3.628 Mio.
Euro aus. Der Anstieg um 1,3 Prozent zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum ist
auf ein Plus beim Bund von 10,4 Prozent und bei den westdeutschen Ländern
von 7,7 Prozent zurückzuführen. Alle übrigen Gebietskörperschaften
weisen - teilweise zweistellige - Rückgänge auf.
Personalie
(brb).- Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, feierte am 11. Oktober 2002 seinen 50. Geburtstag. Der 1952 im niedersächsischen Twistringen geborene Rechtsanwalt trat nach Abschluss seines zweiten juristischen Staatsexamens in die Dienste des Hauptverbandes.
Zu den herausragenden verbandspolitischen Leistungen Knippers zählt der
Aufbau des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg, den er als Hauptgeschäftsführer
von 1992 bis 1996 erfolgreich in das bauindustrielle Verbandswesen integriert
hat. Seit April 1996 ist Knipper in der Nachfolge von Dr. Friedrich Hassbach
Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
Veranstaltungen
(brb).- Der Mellendorfer Hochschultag findet dieses Jahr am 12. November 2002 statt. In diesem Jahr werden die nachfolgenden Fachreferate gehalten:
Erneuerungsbedarf der norddeutschen Eisenbahninfrastruktur
Referent: Prof. Ing. Thomas Siefer
Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und - betrieb Universität
Hannover
Stahlfaserbeton- Theorie und Praxis
Referent: Prof. Dr.-Ing. Horst Falkner
Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Ermittlung bodenmechanischer Parameter für Gründungsberechnungen
aus Bohrlochaufweitungsversuchen
Referent: Dipl.-Geologe Matthias Witte
Institut für Grundbau und Bodenmechanik
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu
Impressum
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Escherstraße 22, 30159 Hannover
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Telefax (0511) 7 00 86 86
ISDN (0511) 7 00 86 71
Norddeutsche Landesbank
Girozentrale
Konto 101020964, BLZ 250 500 00
Stadtsparkasse Hannover
Konto 547 646, BLZ 250 501 80
Amtsgericht Hannover HRB 55659
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 178247194
Verantwortlich: Dr. Hans-Peter Sattler
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