Nr. 9/2005
29. September 2005
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In dieser Ausgabe u.a.
Baukonjunktur in Niedersachsen-Bremen:
Tendenz uneinheitlich
(brb).- Die baukonjunkturelle Situation in Niedersachsen und Bremen erweist sich weiterhin als sehr schwierig. Nach Angaben des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen sank die Bauproduktion im Verbandsgebiet im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 15,5 Prozent. Die Rückgänge betreffen alle Bausparten mit fast durchweg zweistelligen Minuswerten.
Die Auftragseingänge sanken zusammengefasst in Niedersachsen und Bremen um 2,1 Prozent. Hier lag der schwerste Einbruch im Bereich des Hochbaus, wohingegen zumindest in Niedersachsen der Tiefbaubereich um 4,3 Prozent zulegen konnte. Maßgeblich beeinflusst wurde das durch einen Zuwachs bei den Auftragseingängen im Straßenbau von 15,2 Prozent. Auch in Bremen konnte dieser Bereich gegen den Trend um 19,7 Prozentpunkte zulegen. Dieser auf den ersten Blick erfreuliche Volumenzuwachs ist nach Meinung des Bauindustrieverbandes allerdings maßgeblich allein darauf zurückzuführen, dass durch die im Vergleich zum Vorjahr frühere Verabschiedung des Bundesverkehrshaushaltes mehr Aufträge bereits in der ersten Jahreshälfte erteilt wurden.
Bei den erteilten Baugenehmigungen gab es in Niedersachsen und Bremen einen weiteren Einbruch von insgesamt 9,7 Prozent. Während in Bremen sowohl der Bereich der Wohngebäude als auch der Nichtwohngebäude zweistellige Minusraten aufzuweisen hatten, konnte in Niedersachsen bei den Nichtwohngebäuden ein Zuwachs von 4,8 Prozent verzeichnet werden. Ob und inwieweit diese aber auch tatsächlich in Nachfrage am Baumarkt umgesetzt werden, wird abzuwarten sein.
Entsprechend der schlechten baukonjunkturellen Entwicklung sank die Zahl der Beschäftigten in Niedersachsen und Bremen auf nunmehr nur noch knapp 72.000, was einem Rückgang von über 11 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 entspricht.
Senator Lemke besuchte Bremer Schülerinnen und Schüler
im Bau-ABC Rostrup
(brb).- Der Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen, Willi Lemke, hat kürzlich Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des SZ Waller Ring besucht, die auf Einladung des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen einen ganzen Tag in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn arbeiteten. Den Schülerinnen und Schülern sollte dieser Projekttag Arbeitserfahrung in einem ihnen sonst fremden Berufsfeld aus dem Baubereich ermöglichen und Unterstützung bei der Entwicklung eigener Berufsperspektiven geben. Dabei wurden den Schülerinnen und Schülern überwiegend aus Haupt- und Realschulklassen über die größeren, ganztätig zu bearbeitenden Aufgaben im Bereich Zimmerei-, Tiefbau, Hochbau und Fliesen neue Erfahrungen im Umgang mit anstrengender Arbeit, mit Materialien und Arbeitsorganisation ermöglicht. So wurden Rundbögen gemauert, Wände und Ecken gefliest oder Flächen gepflastert.
Schon vor sechs Jahren ist dieses Projekt in sechs Bremer Schulen in einer gemeinsamen Initiative der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen und der Schullaufbahnberatung/LIS entstanden und wurde seither regelmäßig an sechs Schulen für ca. 400 Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Dieses Angebot wurde durch die Bauindustrie ermöglicht, die dafür das Anleitungspersonal, Lehrwerkstätten und Materialien stellt und einen Teil der Transportkosten übernimmt. Die Kontaktlehrkräfte an den Schulen organisieren die Teilnahme der Klassen. Die Bau-Auszubildenden im Bau-ABC Rostrup übernehmen im Rahmen eines Projektauftrages die Anleitung und können damit die eigene Motivation, Engagement und Lernerfahrung an die Schülerinnen und Schüler weitergeben.
Der „Tag auf der Baustelle“ wurde in den einzelnen Klassen vielfältig vorbereitet. Ein Lehrwerkmeister der überbetrieblichen Ausbildungsstätte kam in jede Klasse und stellt die Lehrwerkstätten und Arbeitsmöglichkeiten vor.
Die gute Vor- und Nacharbeitung in verschiedenen Unterrichtsfächern trug weiterhin dazu bei, neue Anwendungsmöglichkeiten für den Lernstoff zu finden. Dafür wurde den Lehrkräften Fortbildung in Rostrup angeboten.
Die Jugendlichen zeigten bei der Arbeit in den Lehrwerkstätten sehr viel Engagement und übernahmen Verantwortung - für das ihnen überlassene Gerät, den Raum und Arbeitssicherheitsmaßnahmen. Die konkreten Vorstellungen, welche vielfältigen Tätigkeiten und Arbeitsschritte bei der Arbeit „auf dem Bau“ notwendig sind, waren für die Jugendlichen neu und eine wichtige Erfahrung, die sie für ihre weitere Berufswahlentscheidung nützen. Auch die Mädchen arbeiteten sehr engagiert und nehmen die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Arbeit mit Holz, Ziegeln, Fliesen oder Pflastersteinen gerne an. Bisherige „Verlierer“ oder auch Jugendliche mit Sprachproblemen werden dabei im Klassenverband zu akzeptierten Partnern, die helfen ein praktisches Problem zu lösen.
Weiterhin wurden einzelne Bauprojekte direkt an den Schulen durchgeführt. So wurde kürzlich durch den Neubau einer Mauer mit Sitzgelegenheiten der Schulhof der ISS Pestalozzi aufgewertet. In enger Absprache mit dem Bau-ABC wurde festgelegt, welche Arbeitsanteile die Schülerinnen und Schüler der Klasse übernehmen und welche durch das Bau-ABC vor Ort erledigt wird. Für die Schulen ergibt sich damit die hervorragende Gelegenheit, kleine bauliche Verbesserungen oder „Sahnestückchen“ realisieren zu können, die der schmale Bauetat nicht hergibt.
Baukonjunkturdaten Niedersachsen / Bremen |
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Januar bis Juni 2005 im Vergleich |
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BEREICH |
NIEDERSACHSEN |
BREMEN |
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Beschäftigte |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
im Jahresdurchschnitt |
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Inhaber |
3.376 |
3.689 |
4.118 |
-8,5 |
148 |
133 |
162 |
11,3 |
Angestellte |
14.601 |
15.926 |
16.308 |
-8,3 |
898 |
952 |
1.073 |
-5,7 |
Facharbeiter |
36.023 |
41.498 |
43.122 |
-13,2 |
1.939 |
2.549 |
2.773 |
-23,9 |
Fachwerker, Werker |
10.244 |
11.493 |
12.981 |
-10,9 |
805 |
688 |
754 |
17,0 |
Auszubildende (gewerbl.) |
3.581 |
3.647 |
3.924 |
-1,8 |
246 |
236 |
253 |
4,2 |
Insgesamt |
67.825 |
76.253 |
80.453 |
-11,1 |
4.036 |
4.558 |
5.015 |
-11,5 |
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Geleistete Arbeitsstunden |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
in 1.000 Std. |
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Wohnungsbau |
15.219 |
19.346 |
19.655 |
-21,3 |
486 |
562 |
549 |
-13,5 |
Gewerbl. Bau |
12.014 |
13.363 |
14.184 |
-10,1 |
845 |
939 |
1.114 |
-10,0 |
Öffentl. Hochbau |
1.651 |
1.833 |
2.046 |
-9,9 |
213 |
115 |
136 |
85,2 |
Straßenbau |
3.690 |
4.276 |
4.468 |
-13,7 |
303 |
391 |
424 |
-22,5 |
Sonst. Tiefbau |
3.634 |
4.165 |
4.630 |
-12,7 |
210 |
289 |
325 |
-27,3 |
Insgesamt |
36.208 |
42.983 |
44.983 |
-15,8 |
2.057 |
2.296 |
2.548 |
-10,4 |
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|
Auftragseingänge |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
in 1.000 EUR |
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|
Wohnungsbau |
376.655 |
418.989 |
438.844 |
-10,1 |
16.963 |
9.861 |
21.513 |
72,0 |
Gewerbl. Bau |
953.325 |
926.260 |
947.805 |
2,9 |
70.272 |
132.198 |
118.030 |
-46,8 |
Öffentl. Hochbau |
136.742 |
120.657 |
139.866 |
13,3 |
18.171 |
8.152 |
3.590 |
122,9 |
Straßenbau |
351.637 |
305.132 |
339.956 |
15,2 |
34.494 |
28.822 |
24.659 |
19,7 |
Sonst. Tiefbau |
297.966 |
341.649 |
333.588 |
-12,8 |
11.156 |
23.273 |
15.279 |
-52,1 |
Insgesamt |
2.116.325 |
2.112.687 |
2.200.059 |
0,2 |
151.056 |
202.306 |
183.071 |
-25,3 |
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Baugewerblicher Umsatz |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
Jan.-Juni |
%-Veränd. zum |
in 1.000 EUR |
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|
Wohnungsbau |
1.169.724 |
1.304.645 |
1.319.856 |
-10,3 |
52.082 |
46.162 |
41.240 |
12,8 |
Gewerblicher Bau |
1.147.729 |
1.202.116 |
1.326.332 |
-4,5 |
107.654 |
92.254 |
153.731 |
16,7 |
Öffentlicher Hochbau |
145.831 |
152.098 |
177.074 |
-4,1 |
27.629 |
10.797 |
10.695 |
155,9 |
Straßenbau |
326.655 |
336.240 |
358.044 |
-2,9 |
20.848 |
26.518 |
29.803 |
-21,4 |
Sonstiger Tiefbau |
304.214 |
361.295 |
371.328 |
-15,8 |
30.906 |
33.767 |
30.831 |
-8,5 |
Insgesamt |
3.094.153 |
3.356.394 |
3.552.634 |
-7,8 |
239.119 |
209.498 |
266.300 |
14,1 |
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Quellen: |
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Niedersächsisches Landesamt für Statistik |
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Statistisches Landesamt Bremen |
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Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen |
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Eigene Berechnungen |
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Deutsche Bauindustrie begrüßt Absage des Europäischen Parlaments an den bürokratischen Regelungseifer zum Sonnenschutz!
(brb).- Die Deutsche Bauindustrie begrüßt die deutliche Absage
des Europäischen Parlaments an unflexible zentralistische Überregulierungen
in der Richtlinie zum Schutz vor optischer Strahlung. Der hiermit eingeleitete
Richtungswechsel für mehr Subsidiarität in Europa sei ein wichtiger
Etappenerfolg gegen derartige bürokratische EU-Auswüchse, dem nun
der EU-Ministerrat und endlich auch die Europäische Kommission folgen
müssen.
Der aktuelle Kommentar:
Haben wir das verdient?
(brb) .- Schlimmer hat es nicht kommen können. Sogar mehr als sechzig
Prozent der Wähler sind mittlerweile unzufrieden mit dem, was sie mit
ihrem Stimmzettel selber angerichtet haben. Die beiden großen politischen
Lager, Rot-Grün und Schwarz-Gelb, haben bei der Bundestagswahl keine parlamentarische
Mehrheit erlangt. Deutschland ist handlungsunfähig geworden und am Rande
der Unregierbarkeit angelangt. Und dabei bedarf dieses europäische Kernland
doch der durchgreifenden und grundlegenden Erneuerung, damit es in der globalisierten
Welt zu bestehen vermag.
Nach Lage der Dinge wird in den kommenden Wochen, wird vielleicht sogar monatelang
in Berlin keine problem- und zukunftsorientierte politische Entscheidung
getroffen werden. In den Fraktionen und zwischen den Parteien dürfte
in den Hauptstadt lediglich hin und her geredet und gerechnet werden über
die Möglichkeit und Unmöglichkeit dieser oder jener Koalitionen.
Sofern sich am Ende nicht doch ein Zwang zu einer weiteren vorzeitigen Bundestagswahl
ergeben sollte, werden sich vermutlich die CDU/CSU und die Sozialdemokraten
zum gemeinsamen Regieren zusammenfinden. Doch Zweifel sind berechtigt, ob
ausgerechnet das schwarz-rote Bündnis den Ruck bewirken könnte,
der Deutschland endlich aus seiner Unbeweglichkeit aufrüttelt.
Dabei gibt es doch überhaupt nichts, was wichtiger ist. Die verkrusteten
und innovationsresistenten Strukturen, in denen sich seit langem allzu viele
gemütlich eingerichtet haben, müssen aufgebrochen und die föderalistische
Ordnung den Erfordernissen von heute und morgen angepasst werden. Die Sanierung
des Bundeshaushalts ist ebenso überfällig wie eine Steuerreform,
die diese Bezeichnung verdient. Der Wildwuchs lähmender gesetzlicher
und untergesetzlicher Vorschriften darf nicht weiter wuchern, und die Beamtenstuben
sind zu durchlüften, damit sich der wirtschaftliches Denken hemmende
kameralistische Mief verzieht. Beseitigung des wachsenden Investitionsstaus,
Arbeitsmarktreform, Abbau von Schwarzarbeit und Arbeitslosigkeit, Reform
des sozialen Sicherungssystems - es ist derart viel zu tun. Doch die
Hoffnung ist gering, dass das alles in absehbarer Zeit angepackt wird. Es
ist nicht ein mal zu erkennen, wo eine Große Koalition mit ihren tiefen
persönlichen, parteipolitischen und sachlichen Gegensätzen den
Willen und die Kraft (und notabene die Köpfe) hernehmen könnte,
um die deutsche Misere wenigstens zu mildern.
Jeder vierte Haushalt will modernisieren
(brb).- Niedersachsens Häuser kommen in die Jahre: Gut drei Viertel des Wohnungsbestandes sind älter als 20 Jahre. Der zukünftige Modernisierungsbedarf verspricht für die krisengeplagte Baubranche ein aussichtsreiches Betätigungsfeld zu werden. Denn jeder vierte niedersächsische Haushalt plant in den nächsten drei Jahren eine Modernisierung. Das hat eine repräsentative Umfrage des icon-Instituts unter 1.100 Haushalten im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) ergeben.
„Rund 11.000,00 Euro werden im Schnitt für Modernisierungen eingesetzt. Als besonders renovierungsfreudig erweisen sich dabei die Wohnungseigentümer. Hier plant sogar jeder dritte Haushalt in den nächsten drei Jahren eine Schönheitskur für die eigenen vier Wände“, berichtet Dr. Rüdiger Kamp, designierter Vorstandsvorsitzender der LBS Nord. Zudem sei diese Gruppe bereit, dafür auch höhere Summen zu investieren. Bei Eigentümern von selbst genutzten Immobilien belaufen sich die Kosten für Renovierungen und Instandsetzungen auf durchschnittlich 14.000,00 Euro.
Als häufigste Gründe für die Modernisierung werden „Verbesserung des Wohnwertes“ oder „notwendige Maßnahmen“, wie zum Beispiel Austausch oder Reparatur, genannt. Ein Viertel der Befragten wollte „etwas Neues im Haus haben“, gesetzliche Vorgaben oder der Umstieg auf günstigere Energiequellen spielten für 16 bzw. 11 Prozent eine Rolle.
Ganz oben auf der Liste der Renovierungen stehen laut icon-Umfrage Arbeiten an Innenwänden und Decken, an zweiter Stelle folgt die Erneuerung von Fußböden. Für die Instandsetzung von Fenstern, Türen und Jalousien sowie Veränderungen an Heizungs- und Warmwasseranlage entscheiden sich jeweils ein Drittel der Befragten.
Die Experten der LBS Nord empfehlen, rechtzeitig für Modernisierungen vorzusorgen. „Wer als „Krankenversicherung fürs Haus“ jedes Jahr pro Quadratmeter Wohnfläche zehn Euro in einen Bausparvertrag einzahlt, ist vor unerwarteten finanziellen Belastungen geschützt“, rät Dr. Kamp. Denn immerhin jeder zehnte Haushalt in Niedersachsen, so die Umfrage, wurde schon einmal von den Kosten für eine unvorhergesehene Instandsetzungsmaßnahme überrascht.
Bundeswehr berät im Ausbildungszentrum der Bauindustrie
(brb).- Damit die Bundeswehr, ständig auf der Suche nach qualifiziertem und gut ausgebildeten Personal, leichter junge Menschen in der Wedemark erreichen kann, setzt sie auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum Mellendorf und richtet ein Wehrdienstberatungsbüro ein.
Bisher gab es für Interessenten aus der Region Wedemark an einer Tätigkeit oder Ausbildung bei der Bundeswehr nur Beratungstermine im Kreiswehrersatzamt in Hannover. Jetzt hat das Zentrum für Nachwuchsgewinnung Nord der Bundeswehr im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft in der Schaumburger Str. 14 in Mellendorf eine direkte Anlaufstelle, der Stabsfeldwebel Klaus Oelkers jeweils am ersten Donnerstag im Monat für Informations- und Beratungsgespräche nach Terminvereinbarung bereit steht. Erstmals findet die Beratung am 6. Oktober 2005 statt, Termine können unter der Nummer 0511/67 89-276 vereinbart werden.
„Allein in Norddeutschland, dem Zuständigkeitsbereich des Zentrums für Nachwuchsgewinnung NORD, konnten inklusive der Offizierbewerber über 3.000 Einstellungen vollzogen werden.“, so Oberstleutnant Gunter Feuerbach, Dezernatsleiter 5 im Zentrum und damit verantwortlich für den Bereich Niedersachsen und Bremen. „In der Region Hannover konnten im Jahr 2004 etwa 300 junge Menschen bei der Bundeswehr eingestellt werden und erhalten nun eine umfassende Ausbildung in einem zivil anerkannten Beruf oder absolvieren ein Studium an einer der Bundeswehruniversitäten.“, ergänzt Leutnant Mathias Burgdorf, Wehrdienstberatungsoffizier für die Region Hannover. „Für das Jahr 2006 stehen bundesweit über 10.000 offene Stellen zur Verfügung, für die wir hochqualifizierte und engagierte Bewerberinnen und Bewerber suchen.“, ermuntert Gunter Feuerbach zu einer Kontaktaufnahme mit dem Wehrdienstberater. Die Bundeswehr gibt somit zahlreichen jungen Frauen und Männern die Möglichkeit, einen von über 60 hochqualifizierten und zivil anerkannten Berufen zu erlernen oder einen von 22 Studiengängen zu absolvieren, sofern sie sich für eine Karriere als Soldat entscheiden. Gleichzeitig erhalten Bewerberinnen und Bewerber berufliche Sicherheit für zwölf Jahre.
Mit ihren Einstellungsmöglichkeiten 2006 ist die Bundeswehr sicherlich einer der größten Nachfrager auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland.
Arbeitszeit in Deutschland ein
Standortnachteil
(brb).- Mit 1616 Stunden hat Deutschland die zweitkürzeste tarifliche Jahresarbeitszeit, wobei Westdeutschland wie schon in den Jahren zuvor die absolut kürzeste durchschnittliche tarifliche Jahressollarbeitszeit aufweist. Zu diesem Ergebnis kommt der aktualisierte „Internationale Arbeitszeitvergleich für 2004“, den die BDA vorgelegt hat. Der Vergleich stellt auf die tariflich vereinbarte Arbeitszeit der Arbeiter im verarbeitenden Gewerbe ohne Schicht- und Nachtarbeit ab. Aufgrund der für die Unternehmen deutlich schärfer gewordenen internationalen Wettbewerbssituation fällt die niedrige Arbeitszeit für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland dabei heute noch stärker ins Gewicht als bisher ohnehin schon. Aus dieser Bestandsaufnahme ergibt sich für Deutschland folgende Forderung: Unternehmer brachen flächendeckend die Möglichkeit zur Ausweitung des Arbeitszeitvolumens. Dabei geht es nicht um eine starre Arbeitszeitverlängerung, sondern vielmehr um betriebliche Optionen, die eine flexible Ausgestaltung des Arbeitszeitvolumens entsprechend dem tatsächlich bestehenden Bedarf innerhalb eines breiten Arbeitszeitkorridors ermöglichen.
KURZ NOTIERT
(brb).- Ausländische Unternehmen haben im Jahr 2003 etwa 22 Milliarden Euro in Deutschland netto direkt investiert. Der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland erhöhte sich damit auf gut 306 Milliarden Euro. In dieser Zahl sind sowohl unmittelbare Beteiligungen als auch mittelbare Beteiligungen über Holdinggesellschaften berücksichtigt. Der Bestand deutscher Direktinvestitionen im Ausland ergibt für das Jahr 2003 - neuere Daten liegen derzeit noch nicht vor - ein Volumen von 666 Millionen Euro.
(brb).- Gegenüber den Bedarfsprognosen an fertig gestellten Wohnungen in Deutschland, die von den wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstituten veröffentlicht sind und die von notwendigen jährlichen Fertigstellungen von 330.000 bis 400.000 ausgehen, wurden in den letzten drei Jahren durchschnittlich lediglich 278.600 Fertigstellungen gezählt. Damit gingen im Übrigen von 1994 bis 2004 die Zahl der Fertigstellungen über 50 Prozent zurück. Deutlich zurückgegangen ist auch der Marktanteil der Mehrfamilienhäuser. Machten diese 1994 noch die Hälfte der Fertigstellungen aus, so waren es 2004 nur noch ein Viertel.
(brb).- Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe in den alten Bundesländern
betrug im Mai 2005 2.919 Millionen Euro und lag damit real um 3,3 Prozent über
dem Stand des Vorjahres. In den neuen Bundesländern erreichte der Auftragseingang
im Mai 2005 876 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang
von real 0,4 Prozent.
Impressum
Druckerei Gebrüder Höltje GmbH
Escherstraße 22, 30159 Hannover
Telefon (0511) 7 00 08 60
Telefax (0511) 7 00 86 86
ISDN (0511) 7 00 86 71
Norddeutsche Landesbank
Girozentrale
Konto 101020964, BLZ 250 500 00
Sparkasse Hannover
Konto 547 646, BLZ 250 501 80
Amtsgericht Hannover HRB 55659
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 178247194
Verantwortlich: Dr. Hans-Peter Sattler
Technik & Umsetzung: Diplom-Informatiker Peter Sinner
Nachdruck, auch auszugsweise gestattet. Quellenangabe und Belegexemplar erbeten.
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