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Baurundblick

Nr. 3/2006
23. März 2006


Archiv | Baurundblick als PDF-Datei

In dieser Ausgabe u.a.

 

Trübes Baujahr 2005
Aussicht auf Besserung 2006

(brb).- Das Jahr 2005 war durch einen weiteren konjunkturellen Rückgang der Bauwirtschaft geprägt. Dies ist das Fazit des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen, nachdem nunmehr die amtlichen statistischen Daten für das Jahr 2005 vorliegen. Für die Zukunft besteht allerdings nach Aussage der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Prof. Michael Sommer und Dr. jur. Wolfgang Bayer, Anlass zu verhaltenem Optimismus.

Die Bauproduktion ist im Verbandsgebiet Niedersachsen und Bremen im Jahr 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum um insgesamt 8,7 Prozent gesunken. Die größten Verluste hatte dabei der Hochbau mit Schwerpunkt im Bereich des Wohnungsbaus zu verzeichnen.

Die Zahl der Beschäftigten in den bauhauptgewerblichen Firmen sank, nachdem einem Rückgang von 6,7 Prozent im Vorjahr, um 7,3 Prozent. Dahinter verbirgt sich ein Arbeitsplatzabbau um fast 6.000 Stellen. Die Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe Niedersachsen und Bremen belief sich damit auf nur noch knapp 75.000.

Anlass für eine optimistische Prognose gibt nach Einschätzung des Verbandes die Situation bei den Auftragseingängen. Diese konnten im Jahr 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um insgesamt 6,4 Prozent gegenüber einem Minus von einem Prozent im gesamten Bundesgebiet (Westdeutschland: plus 0,9 Prozent, Ostdeutschland: minus sieben Prozent) zulegen. Der Hochbau schnitt dabei mit einem Zuwachs von 10,6 Prozent erheblich besser ab als der Tiefbau, der nur einen Zuwachs von 2,3 Prozent verzeichnen konnte. Dabei war insbesondere ein Anziehen der gesamten Auftragseingänge im 4. Quartal 2005 mit einem Plus von 16,4 Prozent zu beobachten.

Die ersten positiven Frühindikatoren für die zu erwartende Entwicklung der Bauwirtschaft in Niedersachsen und Bremen im Jahr 2006 basieren vor allem auf einer Impulssetzung im Wirtschafts- und im öffentlichen Bau. Eine längerfristige Aufwärtsbewegung für die Bauwirtschaft insgesamt wird sich nach Meinung Sommers und Bayers jedoch nur dann einstellen, wenn die von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen Zukunftschancen für den Investitionsstandort Deutschland erwarten lassen und über Jahre verloren gegangenes Vertrauen der Investoren in die Nachhaltigkeit politischer Investitionsvorgaben wiedergewonnen wird.

Wind von vorn für deutsche Volkswirtschaft

(brb).- In einem vor kurzem veröffentlichten Aufsatz lässt das ifo Institut für Wirtschaftsforschung aus München den Präsidenten des Staatsschuldenausschusses Österreich, Univ.-Prof. DDr. Helmut Frisch von der Technischen Universität Wien, ausführlich über die staatliche Stabilitäts- und Strukturpolitik Deutschlands im Vergleich zu Österreich zu Wort kommen. Frisch führt darin aus, dass Deutschland seit Mitte der 90er Jahre langsamer gewachsen ist als der Durchschnitt der europäischen Länder. Von 1995 bis 2004 nahm das deutsche Sozialprodukt um 13 Prozent, das Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens um 22 Prozent, das von Frankreich um 20 Prozent und das von Österreich um 22 Prozent zu.

Des Weiteren wird in dieser wissenschaftlichen Abhandlung darauf hingewiesen, dass Deutschland nicht zu den Gewinnern der europäischen Integration, insbesondere der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) gehört. Durch die Schaffung des Europäischen Binnenmarktes konnte das Land den Vorteil eines eigenen großen Binnenmarktes gegen seine kleineren Konkurrenten nicht mehr ausspielen. Durch die Zinskonvergenz in der EWWU verlor Deutschland des Weiteren den Vorteil eines Niedrigzinslandes gegenüber seinen Konkurrenten. Zu Beginn der 90er Jahre betrug beispielsweise das Zinsdifferential zwischen der zehnjährigen Staatsschuld in Italien und in Deutschland fünf Prozent und mehr. Heute zahlt Italien, als Mitglied der Währungsunion (mit einer Staatsschuldenquote von 110 Prozent), den gleichen Zinssatz wie die Bundesrepublik.

Durch die Integration der Deutschen Bundesbank in das Europäische Zentralbanksystem verlor die deutsche Volkswirtschaft einen wichtigen Parameter ihrer Wirtschaftspolitik, nämlich die Geldpolitik und damit auch den direkten Einfluss auf den kurzfristigen Zinssatz. Zu diesem ungünstigen Szenario kommen nach Aussagen des Autors die enormen Kosten der deutsch-deutschen Vereinigung, die durch eine fal-sche Festlegung des Wechselkurses zwischen DM-West und DM-Ost zusätzlich verteuert wurden. Unter diesen Rahmenbedingungen, die die vergangenen 15 Jahre prägten, müsse man sagen, dass der deutschen Volkswirtschaft seit dem Beginn der 90er Jahre der Wind ins Gesicht geblasen habe.

Erste gemeinsame Unternehmerkonferenz zu Mittel und Osteuropa (MOE)

(brb).- „Wirtschaftliche Verflechtungen fördern das friedliche Zusammenwachsen in Europa und schaffen Vertrauen“. Dies erklärte die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, zur Eröffnung der ersten MOE-Unternehmerkonferenz die das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der Deutschen Bauindustrie im Rahmen der „bautec 2006“ veranstaltet. Vor rund 200 mittelständischen Bauunternehmen aus Mittel- und Osteuropa wie ganz Deutschland wurde das gemeinsame Interesse deutscher sowie mittel- und osteuropäischer Bauunternehmen an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit hervorgehoben.

In den Bereichen Private Public Partnerships und bei der Aus- und Weiterbildung wurden Möglichkeiten der Unterstützung auf Verbändeebene gesehen. So müssten beispielsweise in Deutschland angewandte PPP-Ansätze bei der Übertragung auf andere Länder den gegebenen Umständen angepasst werden.

Kommunalumfrage der Bauindustrie: Leichtes Wachstum der Bauausgaben in 2006 geplant

(brb).- Die von der Deutschen Bauindustrie befragten westdeutschen Kommunen planen, ihre Ausgaben für Baumaßnahmen im laufenden Jahr gegenüber 2005 um 2,7 Prozent anzuheben. In den ostdeutschen Kommunen ist dagegen vorgesehen, die Bauausgaben um durchschnittlich 3 Prozent zu reduzieren. In der Addition bedeutet dies ein leichtes Plus von 1,4 Prozent.

Die 19 befragten Städte im früheren Bundesgebiet sehen in ihren Haushalten bzw. Haushaltsentwürfen vor, im laufenden Jahr ihre Ausgaben für Baumaßnahmen um rund 50 Millionen Euro auf 1.829 Millionen Euro auszuweiten. Die 9 Städte in den neuen Bundesländern planen, 2006 ihre Bauausgaben um 21 Millionen Euro auf 532 Millionen Euro zu senken.

Addiert bedeutet dies für Deutschland ein leichtes Wachstum der Bauausgaben in den 28 Städten von knapp 33 Millionen Euro bzw. 1,4 Prozent. Angesichts der prognostizierten Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen, der wichtigsten Finanzierungsquelle der Kommunen, erwartet der Hauptverband im laufenden Jahr für das frühere Bundesgebiet eine Zunahme der kommunalen Bautätigkeit von 2 Prozent. In den neuen Bundesländern dürfte dagegen ein weiterer Rückgang unvermeidlich sein.

Baukonjunkturdaten Niedersachsen-Bremen, Januar bis Dezember 2005

BEREICH NIEDERSACHSEN BREMEN
Beschäftigte Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr
im Jahresdurchschnitt
                 
Inhaber 3.514 3.590 4.069 -2,1 131 134 138 -2,2
Angestellte 15.188 15.770 16.311 -3,7 805 925 1.044 -13,0
Facharbeiter 37.893 41.756 44.072 -9,3 1.837 2.407 2.735 -23,7
Fachwerker, Werker 10.837 11.603 13.375 -6,6 782 672 744 16,4
Auszubildende (gewerbl.) 3.712 3.720 3.921 -0,2 245 244 253 0,4
Insgesamt 71.144 76.439 81.748 -6,9 3.800 4.382 4.914 -13,3
Geleistete Arbeitsstunden Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr
in 1.000 Std.
                 
Wohnungsbau 35.007 39.447 42.264 -11,3 973 1.206 1.272 -19,3
Gewerbl. Bau 26.645 27.989 29.787 -4,8 1.724 1.947 2.205 -11,5
Öffentl. Hochbau 3.564 3.764 4.332 -5,3 235 306 246 -23,2
Straßenbau 9.233 9.663 10.125 -4,4 696 766 942 -9,1
Sonst. Tiefbau 8.122 9.225 10.007 -12,0 452 570 616 -20,7
Insgesamt 82.571 90.088 96.515 -8,3 4.080 4.795 5.281 -14,9
Auftragseingänge Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr
in 1.000 EUR
                 
Wohnungsbau 778.042 843.208 939.695 -7,7 24.655 17.532 34.619 40,6
Gewerbl. Bau 2.220.782 1.872.964 2.011.966 18,6 163.747 185.323 197.850 -11,6
Öffentl. Hochbau 257.908 240.423 308.263 7,3 26.953 12.920 12.633 108,6
Straßenbau 729.207 633.950 684.272 15,0 62.981 51.949 45.926 21,2
Sonst. Tiefbau 595.828 683.991 655.036 -12,9 26.923 52.150 36.906 -48,4
Insgesamt 4.581.767 4.274.536 4.599.232 7,2 305.259 319.874 327.934 -4,6
Baugewerblicher Umsatz Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr Jan.-Dez. 2005 Jan.-Dez. 2004 Jan.-Dez. 2003 %-Veränd. zum Vorjahr
in 1.000 EUR
                 
Wohnungsbau 2.699.755 2.916.731 3.119.688 -7,4 106.349 131.538 108.123 -19,1
Gewerblicher Bau 2.827.501 2.808.528 3.040.492 0,7 234.189 240.418 295.471 -2,6
Öffentlicher Hochbau 356.030 364.054 414.542 -2,2 36.783 41.561 28.712 -11,5
Straßenbau 918.483 869.187 981.115 5,7 65.987 61.775 76.763 6,8
Sonstiger Tiefbau 806.430 894.680 962.635 -9,9 87.650 96.456 65.502 -9,1
Insgesamt 7.608.199 7.853.180 8.518.472 -3,1 530.958 571.748 574.571 -7,1
                 
Quellen: Niedersächsisches Landesamt für Statistik, Statistisches Landesamt Bremen, Eigene Berechnungen

Deutsche Bauindustrie zur europäischen Baukonjunktur: Stabiles Wachstum von zwei Prozent erwartet

(brb).- Die Bauwirtschaft in Europa hält ihren stabilen Wachstumskurs. Wir erwarten, dass sich das jährliche Wachstum bis 2008 auf 2 Prozent beschleunigen wird." Diese Auffassung vertrat der Präsident der Deutschen Bauindustrie, Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, zur Eröffnung des Europäischen Baukongresses in Berlin. Die stärksten Impulse gingen dabei von den neuen Märkten in Mittel- und Osteuropa aus. Für Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn werden Wachstumsraten von bis zu acht Prozent erwartet.

Keitel zeigte sich zuversichtlich, dass die deutsche Bauwirtschaft 2006 den negativen Umsatztrend stoppen kann. Eine "schwarze Null" rücke als Umsatzziel in den Bereich des Möglichen. Auch die jüngsten Daten wiesen darauf hin, dass in Deutschland eine Trendumkehr eingesetzt habe. So hätten die Betriebe im Bauhauptgewerbe seit Mai 2005 deutlich steigende Auftragseingänge zu verzeichnen. Auch die Geschäftswartungen hätten sich erheblich verbessert.

Die Deutsche Bauindustrie plädiert für eine neue Arbeitsteilung zwischen Staat und privater Wirtschaft. Um die immensen Bauaufgaben im Bereich der öffentlichen Infrastruktur bei knappen Kassen erfüllen zu können, seien öffentlich-private Partnerschaften eine Alternative zur herkömmlichen Finanzierung. In vielen Ländern Europas, besonders in Großbritannien, werde PPP bereits erfolgreich praktiziert und sei Alltag im Baugeschäft. Dies strebe man auch für Deutschland an. Als Zielmarke sei ein Anteil von 15 Prozent im Verhältnis zur herkömmlichen Haushaltsfinanzierung anzustreben.

Bauausgaben der Länder 2006: Haushaltsansätze weiter rückläufig

(brb).- Nach einem Rückgang der Bauausgaben von 4,6 Prozent im Jahre 2004 und einem - voraussichtlichen - Minus von 10 Prozent im letzten Jahr planen die Länder ihre Bauausgaben auch in diesem Jahr um weitere 5 Prozent zu reduzieren. Die Länder werden somit fast ein Drittel weniger investieren als noch vor 10 Jahren. Bisher haben 13 Länder ihre Haushaltsentwürfe vorgelegt. Lediglich Hessen, NRW und Bremen haben noch keine Planzahlen für dieses Jahr bekannt gegeben.

Der starke Rückgang ist auf ein Minus der ostdeutschen Länder von 13,6 Prozent zurückzuführen. Nicht ein ostdeutsches Land beabsichtigt seine Bauausgaben in diesem Jahr zu erhöhen. Im Gegenteil: Die Rückgänge fallen teilweise zweistellig aus. Mit einem Minus von 36 Prozent ist Berlin der traurige Spitzenreiter. Demgegenüber planen die westdeutschen Länder ihre Ausgaben für Baumaßnahmen um 1,9 Prozent zu erhöhen. Dabei ist das moderate Plus Bayern, Niedersachsen und Hamburg zu verdanken; alle anderen Länder beabsichtigen ihre Bauausgaben weiter zurückzufahren.

Die absoluten Werte der Haushaltsansätze waren von 2000 bis 2004 immer um durchschnittlich 6 Prozent überzeichnet. Die Veränderungsrate hatte sich aber - zumindest in der Tendenz - als verlässlicher Indikator erwiesen. Nur im letzten Jahr stimmten Soll und Ist nicht einmal annähernd überein: Die Länder planten Anfang 2005 ihre Bauausgaben um 0,6 Prozent zu erhöhen. In den ersten drei Quartalen gaben die Länder allerdings 9,2 Prozent weniger für Baumaßnahmen aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bis November verschlechterte sich das Ergebnis sogar auf ein Minus von 11 Prozent. Die offiziellen Ergebnisse des Gesamtjahres 2005 veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich Ende März.

Entwurf Bundeshaushalt 2006 und Finanzplanung 2007 – 2009

(brb).- Das Bundeskabinett hat Ende Februar den Entwurf des Bundeshaushaltes 2006 und die Finanzierungsplanung bis 2009 beschlossen. Hier wird deutlich, dass die Investitionen in die Bundesfernstraßen 2006 über dem Planansatz 2005, jedoch mit 4 Mio. Euro unter dem tatsächlichen Ist liegen.

Sollte die DB AG 2006 wiederum die zugewiesenen Mittel nicht komplett abrufen können, dürfte sich dieser Rückstand durch Umschichtung solcher Mittel zur Straße entsprechend verringern und ein Investitionsniveau der Jahre 2004 und 2005 auch in 2006 für die Bundesfernstraßen annähernd erreichbar sein.

Die Mittelfristplanung 2007 – 2009 ist für die Bundesfernstraßen enttäuschend. Diese fällt z.B. unter die Ist-Werte der Jahre 2001 – 2003, in denen keine Mauteinnahmen verfügbar waren.

Der aktuelle Kommentar: Silberstreif oder wieder eine Fata Morgana

(brb). - Ist der schmale, helle Strich am dunklen Horizont der Silberstreif, nach dem die Leute in der Bauwirtschaft immer ungeduldiger Ausschau halten? Wegen der schlappen Konjunktur ist im vergangenen Jahr die Bauproduktion im Bereich des niedersächsisch-bremischen Bauindustrieverbandes erneut kräftig zurückgegangen und haben die Unternehmen notgedrungen die Zahl ihrer Beschäftigten abermals um einige tausend verringern müssen. Doch jetzt gibt es erste positive Signale, und ein Blick in die Auftragsbücher zeigt, dass sich die nun schon seit Jahren trostlose Situation 2006 endlich ein wenig bessern könnte.

Insbesondere die vermehrten Auftragseingänge machen Mut zu einem natürlich zurückhaltendem Optimismus. Diese Zuversicht kann sich darüber hinaus auf die jüngste Bauprognose der Deutschen Bauindustrie stützen. Denn darin wird es für durchaus möglich erklärt, 2006 wenigstens mit plus-minus-Null abzuschließen, nachdem zuvor Jahr für Jahr nur rote Zahlen geschrieben wurden. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen sogar einen Schritt weiter: Sie erwarten mittlerweile für 2006 ein reales Wachstum der Bauinvestitionen, nachdem sie vor wenigen Monaten in ihrem letzten Herbstgutachten einen weiteren Investitionsrückgang vorhergesagt hatten.

Aufatmen oder gar befreit durchatmen lässt sich freilich in der deutschen Bauwirtschaft noch keineswegs. Mittelfristig und langfristig wird es in der Gesamtwirtschaft derart wichtigen Branche erst dann erneut aufwärts gehen, wenn die Rahmenbedingungen wieder stimmen und verlässlich sind. Dafür jedoch hat die Politik zu sorgen. Schafft sie es nicht, dann wird sich der schmale Silberstreif am Horizont rasch als Fata Morgana herausstellen, als eine  bloße Sinnestäuschung.

Büroimmobilien in den osteuropäischen Ländern

(brb).- Im dritten Quartal 2005 ist in sämtlichen mittel- und osteuropäischen Ländern ein Zuwachs der Vermietungsrate bei Büroimmobilien und ein deutlicher Rückgang bei fertiggestellten Büroobjekten festzustellen. Gemäß einer Analyse der wichtigsten Büromärkte aus dem "Central & Eastern Europa (CEE) Office Market View Q3 2005 Report" lag die Leerstandsrate in Bratislava, Bukarest, Budapest, Moskau, Prag, Sofia und Warschau am Ende des dritten Quartals bei 8,34 Prozent. Dieser ist ein historischer Tiefstand.

Verlegung der Messe PUBLIC INFRASTRUCTURE

(brb).- Der Vorstand der Deutschen Messe AG hat mitgeteilt, dass aus organisatorischen Erwägungen zusammen mit dem Schirmherrn der Veranstaltung, dem Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, eine Verlegung des geplanten Termins beschlossen wurde. Die PUBLIC INFRASTRUCTURE wird nunmehr in der Zeit vom 12. bis 14. September 2006 in Hannover stattfinden.

Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen setzt Ausstellungsreihe fort

(brb).- Der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen setzt seine Ausstellungsreihe mit Karikaturen und Acrylbildern des Malers und Grafikers Erich Rauschenbach fort. Er wurde 1944 in Lichtenstein (Sachsen) geboren und lebt seit 1953 in Berlin. Nach Banklehre, südfranzösischer Reiseleitertätigkeit und pädagogischem Studium an der PH Berlin folgte ein Grafik-Design-Studium an der HDK Berlin mit Abschluss als "staatlich geprüfter Grafik-Designer".

Seitdem ist Erich Rauschenbach als freiberuflicher Karikaturist und Illustrator für Verlage, Zeitungen, Zeitschriften und das Fernsehen tätig. Bisher erschienen von ihm über 50 Karikaturenbücher und Illustrationen für Kinder- und Schulbücher in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Autoren.

Seit 1994 entstand eine Serie von über 50 Acrylgemälden mit dem Titel "Alle meine Mädels"; von denen einige auch im Haus der Bauindustrie zu sehen sind.

Erich Rauschenbach hat seine Werke u. a. im Lindencorso in Berlin, im Privart-Museum in Hamburg, in der Sylt-Quelle in Rantum / Sylt, auf der Caricatura in Kassel und im Jahr 2005 im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover ausgestellt. Zur Zeit arbeitet er an einer neuen Serien von Acrylbildern zum Thema "Rauchende Frauen".

Die Ausstellung im Haus der Bauindustrie, Eichstraße 19, 30161 Hannover, ist der Öffentlichkeit zugänglich. Sie läuft bis Anfang Mai 2006.

KURZ NOTIERT

(brb).- Im Februar 2006 sank die Zahl der Arbeitslosen mit bauhauptgewerblichen Berufen in den alten Bundesländern im Vergleich zum Vorjahresmonat um 21,5 Prozent auf 149.944.

Die Zahl der Arbeitslosen mit bauhauptgewerblichen Berufen in den neuen Bundesländern betrug im Februar 2006 150.375. Sie lag damit um 22,6 Prozent unter dem Stand des Vorjahres.

Augrund einer Umstellung des IT-Erhebungsverfahrens der Bundesagentur für Arbeit sind die Werte bis auf Weiteres vorläufig.

(brb).- Der Unternehmensberater „Roland Berger Strategy Consulting“ schätzt, dass in den letzten 20 Jahren die durch deutsche Direktinvestitionen geschaffenen Arbeitsplätze im Ausland von 1,7 auf 4,2 Millionen gestiegen sind, 800.000 davon wurden in Mittel- und Osteuropa seit 1993 geschaffen. Deutsche Unternehmen haben offensichtlich nicht die Fähigkeit verloren, neue Arbeitsplätze zu schaffen.


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Nachdruck, auch auszugsweise gestattet. Quellenangabe und Belegexemplar erbeten.

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